Meridianum

MERIDIANUM LOGBUCH

Geschichten hinter den Büchern.
Projekte, Recherchen und Entdeckungen aus der Welt von Meridianum.

Das Schiff hat den Hafen verlassen.

Meridianum arbeitet derzeit an seinen ersten Buchprojekten. Noch können wir nicht jede Etappe der Reise öffentlich machen, aber im Logbuch berichten wir regelmäßig über Recherchen, Quellenfunde, historische Entdeckungen und die Entstehung neuer Bücher.

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Logbuch #1

Warum gründet jemand 2026 noch einen Verlag?

Meridianum begann nicht mit einem Businessplan.

Es begann mit Büchern.

Seit vielen Jahren faszinieren mich die Geschichten von Expeditionen, Entdeckungsreisen und Menschen, die bereit waren, bekannte Grenzen zu überschreiten. Die großen Polarreisen des 19. Jahrhunderts, die Suche nach unbekannten Regionen auf Landkarten, wissenschaftliche Expeditionen in entlegene Gebiete der Erde – all diese Geschichten verbinden Abenteuer, Forschung und menschliche Ausdauer auf eine Weise, die bis heute beeindruckt.

Mit der Zeit fiel mir jedoch etwas auf.

Viele der spannendsten Werke über diese Themen waren im deutschsprachigen Raum kaum bekannt oder längst vergriffen. Während in Großbritannien und den USA regelmäßig hochwertige Sachbücher über Expeditionen, Entdecker und historische Unternehmungen erscheinen, finden nur wenige dieser Titel ihren Weg zu deutschsprachigen Lesern.

Der Gedanke ließ mich nicht mehr los.

Was wäre, wenn es einen Verlag gäbe, der sich genau diesen Geschichten widmet? Einen kleinen, unabhängigen Verlag mit einem klaren Profil. Keine beliebige Sammlung von Sachbüchern, sondern ein Ort für außergewöhnliche Erzählungen über Entdeckungen, Expeditionen und die Menschen dahinter.

Lange blieb diese Idee genau das: eine Idee.

Doch irgendwann begann ich, mich intensiver mit dem Verlagswesen zu beschäftigen. Ich las über Rechtehandel, Übersetzungen, Herstellung, Vertrieb und die vielen Herausforderungen, die mit einem unabhängigen Verlag verbunden sind. Je mehr ich darüber erfuhr, desto deutlicher wurde mir, dass der Weg anspruchsvoll sein würde – aber nicht unmöglich.

Irgendwann stellte sich eine einfache Frage:

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Aus ersten Überlegungen wurden konkrete Planungen. Aus Notizen entstanden Konzepte. Aus einem Gedankenspiel entwickelte sich ein Projekt.

Und schließlich kam der Moment, an dem ich eine E-Mail formulierte.

Eine höfliche Anfrage an eine internationale Literaturagentur. Die Frage, ob die deutschsprachigen Rechte an einem bestimmten Buch möglicherweise verfügbar wären.

Von außen betrachtet war es nur eine E-Mail.

Für Meridianum war es der Moment, in dem aus einer Idee ein reales Vorhaben wurde.

Die Antwort auf diese Anfrage spielte natürlich eine wichtige Rolle. Doch rückblickend war bereits das Absenden der Nachricht ein entscheidender Schritt.

Denn spätestens in diesem Augenblick hatte das Schiff den Hafen verlassen.

Und genau deshalb gibt es heute dieses Logbuch.